• Kerstin

Die Welt in Aufruhr – COVID 19 und die Börsen

Selten hat ein Virus größere Wirkung an den Finanzmärkten entfaltet. Inzwischen erreicht die Anzahl der weltweit Infizierten etwa 130.00 Fälle, wovon in Deutschland bisher rund 2.500 Fälle bestätigt sind (Stand: 13.03., 09:00 Uhr). In der Folge des Ausbruchs des COVID-19 (Corona) und der folgenden globalen Ausbreitung ausgehend von China kommt es seit rund drei Wochen zu einer Neubewertung der weiteren Konjunkturaussichten in der Weltwirtschaft.



In Folge dessen mussten alle großen Börsen massive Verluste verkraften: der DAX liegt seit seinem Höchststand Mitte Februar über 30% im Minus und auch der amerikanische S&P 500 sowie der japanische Nikkei mussten (jeweils in EUR) fast 30% Verlust verkraften. Und ein Ende der Panik scheint derzeit noch nicht in Sicht. Auch wenn nach dem starken Börsenjahr 2019 mit einer gewissen Korrektur zu rechnen war, hat die Heftigkeit und Geschwindigkeit der Korrektur nicht nur Privatanleger, sondern auch viele Profis, überrascht.


Steht uns nun also ein Börsencrash wie in der Finanzkrise 2008, oder sogar noch schlimmer, bevor? Sollte man jetzt noch alles verkaufen und in gefühlt sichere Anlagen wie Staatsanleihen und Gold flüchten? Wie schlimm ist die Lage?



Zuerst einmal scheint es unserer Meinung nach geboten, sich wieder auf Ratio statt auf Emotion zu besinnen. Gabor Steingart schrieb dazu vor kurzem in seinem „Morning Briefing“:

„Die Vernunft ist unter Quarantäne“.

Natürlich werden die bisher schon getroffenen und ggfs. noch anstehenden politischen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus massive Folgen für Mensch und Wirtschaft haben. Das globale Wirtschaftswachstum wird sich abschwächen und wann die Erholung kommen wird, ist derzeit vollkommen unklar. Der Vermögensverwalter Flossbach von Storch bezweifelt auf jeden Fall, dass dies noch in diesem Jahr der Fall sein wird.


Schwierig werden dürfte es vor allem für Unternehmen mit hoher Verschuldung und aus Branchen, die besonders von Umsatzrückgängen betroffen sind, wie Gastronomie, Touristik und der Einzelhandel. Problematisch könnte es auch für Banken werden, die über Finanzierungen mit diesen Unternehmen verbunden sind und die durch die Niedrigzinsphase schon stark getroffen sind.


Zudem machen die Anleger in diesen turbulenten Zeiten wenig Unterschied zwischen riskanten Unternehmen und stabilen Unternehmen mit nachhaltig erfolgreichen Geschäftsmodellen. Das führt dazu, dass die Bewertungsniveaus durch die gesunkenen Börsenkurse deutlich attraktiver als noch vor wenigen Monaten sind und sich damit langsam interessante Kaufgelegenheiten bieten. Außerdem gibt es von Seiten der Politik und der Zentralbanken erste Signale, unterstützend einzugreifen. Konjunkturprogramme, individuelle Programme für betroffene Unternehmen (in Deutschland bspw. die Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld), zusätzliche Liquidität und Zinssenkungen sind beschlossene oder auf der Agenda stehende Maßnahmen.


Die Welt wird nicht an COVID-19 scheitern. Vermutlich haben wir aber den der Höhepunkt der Gesundheitskrise, und auch der Panik an den Börsen, noch nicht erreicht. Allerdings wird es vermutlich, wie bei früheren Krisen auch, deutlich früher zu einer Erholung an den Aktienmärkten kommen, als dies bei der Realwirtschaft der Fall sein wird. Deswegen bieten fallende Börsen immer auch Investitionsmöglichkeiten.



Selbst wenn es nach einem Einstieg nochmal runter gehen sollte, so kann man sich dennoch sicher sein, nicht zum Höchstkurs investiert zu haben. Diese Gelegenheit nutzen auch Vorstände namhafter Unternehmen derzeit, wie ein Blick auf die Veröffentlichung aktueller „Insider Deals“ zeigt. So hat Dr. Francesco De Meo Fresenius-Aktien für rund 770T Euro gekauft, Bjørn Gulden investierte 500T Euro in Puma-Aktien und Olaf Koch sogar für rund 1,1 Mio. Euro Metro-Aktien geordert (alles 11.03.).


Nachdem wir schon seit einigen Wochen untergewichtet sind und unsere Aktienquoten Anfang Februar nochmal gesenkt haben, denken wir deswegen über Investitionen statt über weitere Verkäufe von Aktien nach. Und gerade Anleger, die noch viel Cash halten (und das dürfte bei vielen Deutschen der Fall sein…), sollten sich jetzt Gedanken über ihren Einstieg machen.


Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich – vereinbaren Sie ein kostenfreies Erstgespräch (oder auch ein (Video)Telefonat!



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