• Kerstin

Markt-Update

Nach den starken Kurseinbrüchen im ersten Quartal 2020 sind die Aktienmärkte wieder sehr schnell gestiegen. Durchaus überraschend, steht uns doch eine tiefe globale Rezession bevor. Hintergrund waren vor allem die massiven Rettungsmaßnahmen von Notenbanken und Regierungen, die Anleger auf steigende Börsen setzen ließen.

Kurzfristig scheint den Bullen langsam die Luft auszugehen und die Bären aufs Börsenparkett zurückzukehren. Diese Entwicklung würde sich bei einer zweiten Welle vss. massiv verstärken, zumal die Hilfspakete eher Großunternehmen bevorzugen und damit die Marktwirtschaft teilweise außer Kraft setzen. Langfristig wird sich die Lage vermutlich erst fundamental verändern, wenn ein Impfstoff gefunden wird. Deswegen scheint es uns aktuell ratsam, einen Liquiditätsanteil im Portfolio zu halten, um weitere Kurskorrekturen zum Einstieg nutzen zu können.

Mittelfristig ist jedoch davon auszugehen, dass einerseits die Null-Zins-Politik der Notenbanken bleibt und damit Negativzinsen zum Alltag werden. Andererseits sind die Geldmengen massiv gestiegen, so dass Anleger noch stärker nach Alternativen zu Nominalwerten (Anleihen, Cash) suchen werden, da diesen ein massiver Kaufkraftverlust durch Inflation droht.

Zudem hat die Krise den technologischen Wandel in einigen Branchen stark beschleunigt. So werden Videokonferenzen sicherlich auch in Zukunft viel stärker genutzt werden, anstatt für jede Besprechung ins Flugzeug zu steigen; Arbeitgeber werden teure Büroflächen in großen Städten noch sparsamer nutzen und stattdessen Home Office Arbeitsplätze ausbauen; die Automatisierung in der Industrie wird weiter zunehmen und im Gesundheitsbereich werden wieder eigene Reserven und Forschungskapazitäten ausgebaut werden. Unsere Investitionsstrategie, stets die Zukunftsfähigkeit unserer Anlagen zu hinterfragen, hat sich damit in den letzten Monaten ausbezahlt und wird auch weiter ein Schwerpunkt unserer Anlageentscheidungen bleiben.

Wir bevorzugen deswegen für Investitionen Unternehmen mit robusten Geschäftsmodellen (Konsum des Grundbedarf, Gesundheitsbranche) sowie aus Wachstumsbranchen wie Digitalisierung, Internetsicherheit etc. Die zusätzliche Berücksichtigung eines Nachhaltigkeitsfilters im Auswahlprozess hilft zusätzlich, besonders risikobehaftete Unternehmen auszuschließen.

Im ersten Quartal haben nicht nur Aktienkurse massiv verloren, auch der Anleihenmarkt musste herbe Verluste verkraften. Diese waren nicht unbedingt risiko-, sondern überwiegend liquiditätsgetrieben. Das heißt, Anleger mussten Anleihen verkaufen um kurzfristig Cash zu generieren, u.a. um Verluste bei Short-Positionen absichern zu können.

Mittlerweile hat sich der Markt teilweise wieder erholt, ist aber noch nicht vollständig wieder auf den Vor-Krisen-Niveaus zurück. Dadurch ergeben sich weiterhin gute Investitionsmöglichkeiten, da weiterhin viele Anleihen immer noch unter pari (unter 100% Kursniveau) gehandelt werden. Voraussetzung ist natürlich, dass der Emittent seine Zahlungen weiterhin vollständig bedienen kann. Eine größere Insolvenzwelle könnte den Markt also nochmals massiv unter Druck bringen. Entscheidend ist deswegen die Auswahl guter Emittenten mit hoher Bonitätsqualität.



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