• Kerstin

Verantwortungsbewusstes, nachhaltiges Investieren - was ist das? Und bringt das überhaupt was?


Wir erklären, was sich hinter Kürzeln wie ESG verbirgt. Und warum es nicht nur moralische, sondern auch finanzielle Rendite bringt, beim Geldanlegen Verantwortung zu übernehmen.



Schroders, ein weltweit führender Vermögensverwalter, ließ in 2018 über 22.000 Anleger unter anderem zu ihrer Meinung über nachhaltige Investments befragen. Dabei gaben 76% der Befragten an, dass für sie nachhaltige Anlagen in den letzten 5 Jahren an Bedeutung gewonnen hätten. Gleichzeitig meinten jedoch fast 60% der Befragten, dass sie nicht ausreichend Informationen zu nachhaltigen Investitionen hätten und deswegen nicht oder nur wenig nachhaltig investiert seien.


Es gibt keine einheitlichen Definitionen für nachhaltige Investments. Welchen Kriterien (ökologisch, sozial, ethisch) eine Anlage genügen muss, ist von Investor zu Investor unterschiedlich. Dennoch setzt sich immer mehr die Berücksichtigung von "ESG-Kriterien" bei der Auswahl einzelner Investments durch.


ESG ist die Abkürzung für Environmental (Umwelt), Social (Sozialthemen) sowie Governance (Unternehmensführung). Dabei wird geprüft, wie sich Unternehmen in den einzelnen Gebieten verhalten:


Umwelt

  • Wie hoch ist der Energieverbrauch? Findet ein effizienter Umgang mit Energie statt? Werden erneuerbare Energien eingesetzt?

  • Wieviel Emissionen in Luft und Wasser werden erzeugt? Wie ist der CO2-Fußabdruck?

Soziales

  • Werden zentrale Arbeitsrechte, zum Beispiel Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit sowie Nichtdiskriminierungs-Gebot, eingehalten?

  • Wie sind Standards bei Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz?

  • Wie sieht die Vielfalt bei den Mitarbeitern aus? Gibt es bspw. Frauen im Aufsichtsrat/im Vorstand? Wie sehen Zielsetzungen dazu aus?

  • Erfolgt eine angemessene Entlohnung der Mitarbeiter? Wird Aus- und Weiterbildung gefördert?

  • Werden Nachhaltigkeitsstandards auch bei Zulieferern gefördert und kontrolliert?

Unternehmensführung

  • Wie unabhängig ist die Unternehmensführung?

  • Wie sieht die Gestaltung von Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen aus? Sind diese mit der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen verbunden?

  • Gibt es ein transparentes Anti-Korruptions-Management? Wie ist der Umgang mit Whistleblowern?

  • Welche Rechte haben die Anteilsinhaber?



Nachhaltige Investitionen sind kein Nischenthema und auch keine Modeerscheinung. Schon rund 23 Billionen USD wurden Ende 2016 nach ESG Kriterien verwaltet. Dies entspricht rund einem Viertel des weltweiten Verwaltungsvolumens, Tendenz steigend.


Dabei sprechen, neben ethischen Aspekten, auch immer mehr finanzielle Argumente für nachhaltige Investieren. Empirische Studien zeigen, dass Firmen, die aktiv nachhaltige Grundsätze anwenden, eine solidere Finanzlage haben, und damit langfristig weniger Risiken unterliegen. Firmen, die ESG-Kriterien ignorieren, drohen Imageschäden und damit finanzielle Verluste.


Viele Assetmanager haben schon die UN Prinzipien für verantwortliches Investieren (PRI = United Nations-supported Principles for Responsible Investment) unterzeichnet. Sie verpflichten sich damit, ESG-Kriterien in ihren Investmentprozess zu integrieren. Wir unterstützen diesen Prozess und helfen so dabei, für unsere Kunden langfristig bessere Anlageentscheidungen zu treffen. Und nicht nur finanzielle, sondern auch ethische Rendite zu generieren.



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